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Montag, 05. Dezember 2011 um 16:36
![]() | Von der Melkmaschine zu Hightech-Hausgeräten |
Wandergruppe des TV Blomberg besucht die Fa. Miele, Gütersloh
Nach dem Besuch der Fa. Claas, Gütersloh, im Frühjahr des Jahres, stand eine weitere interessante Betriebsbesichtigung auf dem Programm der Wandergruppe.
Am 23.11.2011, 08:00 Uhr, war für die Teilnehmer Abfahrt mit dem Bus zur Fa. Miele im Stammwerk Gütersloh. Dort erwartete die Gruppe bereits Herr Menke, ein seit seiner Ausbildung bei der Fa. Miele tätiger Mitarbeiter, der nach kaufm. Tätigkeiten heute im Bereich der Kundenbetreuung Besuchergruppen durch das Stammwerk führt. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung war er ein kompetenter und geduldiger Gesprächspartner, der auf die zahlreichen Fragen seiner Gäste kaum eine Antwort schuldig blieb.
Ausgestattet mit einem Audioguide (Sprachübertragung über Kopfhörer), konnten die Gäste vom TV Blomberg seinen Ausführungen auch in den Betriebsabteilungen problemlos folgen, in denen der Lärmpegel deutlich über der gewohnten Geräusch-kulisse liegt.
Nach einer „Zeitreise“ (Rundgang) durch das Museum der Firma Miele, die 1999 das 100 jährige Jubiläum feiern konnte, wurde allen erst bewusst, dass nicht nur Waschmaschinen den Namen Miele tragen bzw., getragen haben. Von der Melkmaschine, über Produkte aus Holz (z.B. Stehleitern), Fahrräder bis zur Automobilfertigung führte der Weg des heutigen Hausgeräteherstellers. In acht Werken im Inland und vier Fabriken im Ausland produzieren ca. 16.600 Mitarbeiter Produkte auf anerkannt hohem Niveau.
Aufgrund der Weitläufigkeit des Betriebsgeländes folgte eine Rundfahrt mit dem Bus, auf der die einzelnen Produktionsstätten erläutert wurden. Die sich anschließende Mittagspause in der Betriebskantine bot Gelegenheit zur Stärkung für den Rundgang durch die Endmontagehalle für Waschautomaten und Trockner sowie einen kurzen Einblick in das Hochregallager.
Bei diesem Rundgang erlebte die Gruppe, wie aus vielen einzelnen Komponenten Waschautomaten und Wäschetrockner entstehen, denen am Ende des Fertigungs-prozesses mittels einer speziellen Software auf digitalem Wege das endgültige Wasch- oder Trocknungsprogramm „eingehaucht“ wird. Nach den abschließenden Testläufen, die jedes Produkt durchläuft, „verstehen“ die Geräte auch nichtdeutsche Anweisungen und sind damit für den Weltmarkt gerüstet.
Der abschließende Blick in das computergesteuerte Hochregallager, das jedes Produkt vor dem Verkauf und Versand durchläuft, dabei aber kaum auf menschliche körperliche Arbeitskraft angewiesen ist, versetzte die Wandergruppe zum wiederholten Male in Erstaunen. Gleichzeitig führte die hautnah gewonnene Erkenntnis über die Abhängigkeit vom Computer auch zu nachdenklichen Betrachtungen zur Zukunft der Arbeitswelt.

Nach diesen technisierten Abläufen waren die freundlichen Abschiedsworte des Herrn Menke ein wohltuendes Pendant zu dem gerade erlebten.
Der auf der Rückfahrt besuchte Bielefelder Weihnachtsmarkt bildete denn auch mit seiner Beschaulichkeit einen guten Abschluss des interessanten Tages mit vielen neuen Erkenntnissen.